Die kognitiven Stresstheorien der Pathogenese und Salutogenese von Richard S. Lazarus und Aaron Antonovsky

Akademische Arbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Psychologie – Beratung, Therapie, Note: Gut, Sprache: Deutsch, Abstract: Im (heutigen) Alltag sind wir Stress in allen Lebensbereichen ausgesetzt, so tritt er bspw. am Arbeitsplatz, in der Schule, im Familienleben, im Straßenverkehr und vielen anderen Situationen auf. Der Begriff Stress wird in vielfältiger Art und Weise verwendet, so z. B. für Beziehungs-, Einkaufs-, Freizeit-, Schulstress usw. Ziel jeder Stresstheorie ist es, Erklärungen für das Phänomen des Stresses zu generieren und daraus abgeleitet, Mittel zu finden, wie sich ein möglichst gesundes bzw. stressfreies Leben führen lässt. Oder um es anders zu sagen: Die gängigen Stressmodelle bieten die Möglichkeit, Stressbelastungen zu erkennen und sie veranschaulichen unterschiedliche Stressbewältigungsstrategien. Zur Einführung wird zunächst (Kap. 2) ein geschichtlicher Überblick der Entwicklung von Stresstheorien gegeben, der den Übergang der reiz-/ reaktionstheoretischen Ansätze von Stress zum Zeitpunkt der “kognitiven Wende” und damit verbunden die Entwicklung komplexerer Stresstheorien aufzeigt, zu denen auch die Theorien von Lazarus und Antonovsky gehören. Sodann werden (Kap. 3) der reiz- und reaktionstheoretische Ansatz als zwei Erklärungsansätze von Stress konkreter dargestellt.

Stress ist ein ständiger Begleiter des Lebens. Im wissenschaftlichen wie alltäglichen Sprachgebrauch wird dieser Begriff schon seit Langem verwendet und er dient zur Beschreibung und Erklärung von Situationen bzw. Reaktionen, die mit Anstrengung bzw. Anspannung verbunden sind. Die Stressforscher R.S. Lazarus und A. Antonovsky haben in Bezug auf Stress je einen theoretischen Ansatz entwickelt, in welchem sie Stress, seine Dynamik und die Gesetzmäßigkeit(en) von Anpassungs- bzw. Bewältigungsprozessen (Coping) erklären und Vorschläge zum Umgang mit Stress machen. Es wird der Ansatz von Lazarus (Kap. 4) und danach der Ansatz von Antonovsky (Kap. 5) in seinen Grundzügen dargestellt.